Die wichtigsten Infos zum Berliner Wohnungsmarkt

Der Berliner Wohnungsmarkt ist besonders. Für internationale Schlagzeilen sorgte etwa das Ende des Mietendeckels im April 2021. Immer wieder wird auch thematisiert, wie schwierig es mittlerweile geworden ist, eine Wohnung in der deutschen Bundeshauptstadt zu finden. Bewerbungsgespräche und Besichtigungen mit hunderten anderen Parteien für ein Apartment sind keine Seltenheit.

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Berlin wuchs enorm

Diese außergewöhnliche Nachfrage nach Wohnraum ist größtenteils dem massiven Zuzug nach Berlin geschuldet. Die Stadt wuchs enorm. Hatte die deutsche Bundeshauptstadt 2011 noch 3,278 Millionen Einwohner waren es 2019 bereits 3,645 – Tendenz weiterhin stark steigend. Die größten Zuwächse seit 2010 verzeichneten die Bezirke Mitte (+18,1 Prozent), Lichtenberg und Treptow-Köpenick (+14 Prozent).

Haushaltseinkommen stark gestiegen

Berlin ist jung. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung liegt bei 42,8 Jahren. Die berühmte Aussage des ehemaligen Bürgermeisters Klaus Wowereit, dass Berlin “arm, aber sexy” ist, gilt heute auch nicht mehr so recht. Die Stadt an der Spree hat in den vergangenen Jahren etliche internationale Konzerne und Startups angelockt. Dies führte unter anderem dazu, dass das durchschnittliche Haushaltseinkommen zwischen 2010 und 2019 um 38,1 Prozent wuchs.

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Elf Prozent in Berlin Eigentumswohnungen

In Berlin wird größtenteils gemietet. Von den rund 1,97 Millionen Wohnungen sind 1,66 Millionen Mietwohnungen und 96.000 Sozialmietwohnungen. Nur circa elf Prozent des gesamten Berliner Wohnungsmarktes sind also Eigentumswohnungen. Zum Vergleich: In Wien sind es immerhin 18,8 Prozent. Die durchschnittliche Wohnfläche einer Berliner Wohnung beträgt 73,2 Quadratmeter. 2019 wurden rund 19.000 Wohnungen gebaut und 22.500 Baugenehmigungen erteilt.

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Preise stark gestiegen

Bei den Preisen für Eigentumswohnungen hat in Berlin ein sehr starkes Wachstum eingesetzt. Im vierten Quartal 2016 lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 3.559 Euro. Im vierten Quartal 2020 liegt er mittlerweile bei 5.083 Euro. Das ist ein Anstieg von circa 43 Prozent in rund vier Jahren. Am teuersten ist es durchschnittlich in den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg. Die günstigsten Eigentumswohnungen sind hingegen in Spandau, Marzahn-Hellersdorf und Reinickendorf zu finden.

Der Mietpreis blieb am Berliner Wohnungsmarkt stabil. Allerdings gibt es einen extrem Andrang auf Wohnraum.

Mieten blieben stabil

Bei den Mietwohnungen hat nicht zuletzt aufgrund des Mietendeckels kein großer Anstieg stattgefunden. Lag der Durchschnittspreis für einen gemieteten Quadratmeter in Berlin im vierten Quartal 2016 bei 9,50 Euro, waren es im vierten Quartal 2020 10,51 Euro. Gleichzeitig ist das Angebot der Mietwohnungen stark zurückgegangen. Die Investitionsbank Berlin spricht in ihrem Wohnungsmarktbericht etwa davon, dass sie bei ihrer Analyse 2019 noch rund 53.000 Wohnungen erfassten – 2020 waren es nur mehr circa 34.000 Apartments.

Größe Veränderungen stehen bevor

Der Berliner Wohnungsmarkt dürfte in den kommenden Jahren größere Veränderungen durchmachen. Einerseits hatte die Coronakrise großen Einfluss, andererseits wurde wie bereits erwähnt der Mietendeckel aufgehoben. Dieser sah vor, dass Neu-, Bestands- und Wiedervertragsmieten bestimmte Obergrenzen nicht überschreiten dürfen. Das deutsche Verfassungsgericht kippte die Regelung im April 2021.

Nur Leipzig wuchs stärker als Berlin
Nur Leipzig wächst aktuell stärker als Berlin.

Nur Leipzig mit größerem Wachstum

Entspannung dürfte bei der Wohnungsknappheit keine in Sicht sein. Bereits heute gibt es schon massive Engpässe am Berliner Wohnungsmarkt. In den vergangenen fünf Jahren wuchs die Bevölkerung um 4,2 Prozent, was rund 150.000 Personen entsprach. Gleichzeitig lag das Wachstum des Wohnungsbestandes bei nur 3,4 Prozent. Der Zuzug nach Berlin dürfte in den kommenden Jahren weiterhin konstant hoch sein. Bei den deutschen Großstädten verzeichnete nur Leipzig mit einem Plus von 5,8 Prozent ein höheres Wachstum.

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