Nach dem Gamestop-Run: Vorsicht bei Geldanlage-Hypes!

Die Achterbahnfahrt rund um Gamestop hat aufgezeigt, wie schnell es gehen kann. Der Wert der Aktie des kriselnden Videospiele-Einzelhändler machte einen historischen Höhenflug durch – dank eines Zusammenschlusses von Kleinaktionären im Netz. Ziel war es, der Wall Street eines auszuwischen und dabei Geld zu verdienen. Wenige konnten sich dadurch bereichern, viele mussten aber zusehen, wie ihr Investment massiv schrumpfte. Die Causa hat aufgezeigt, dass man bei Hypes nicht nur rasch Geld lukrieren, sondern dieses auch sehr schnell wieder verlieren kann.

Vorsicht bei Hypes

Generell lässt sich sagen, dass die Teilnahme an Hypes sich zumeist nicht rentiert. Setzt ein regelrechter Massenansturm auf ein Investment ein, sollte man stutzig werden. Hierbei herrscht nämlich eine recht hohe Volatilität. Die Massen sind so genauso schnell weg, wie sie gekommen sind und somit auch das eingesetzte Geld. Wertbeständige Geldanlagen wie Immobilien sind auf lange Sicht dann doch die bessere Wahl.

Unbedingt recherchieren

Einer der häufigsten Fehler ist es in diesem Zusammenhang, sein Kapital in etwas zu investieren, das man nicht ganz versteht. Bevor man eine Art der Geldanlage auswählt, sollte man vorab auf jeden Fall eine ausführliche Recherche durchführen. Im Netz finden sich mittlerweile zahlreiche Anleitungen, Erfahrungsberichte und Hintergrundchecks. Auf vermeintliche Insidertipps von Freunden, Bekannten oder WhatsApp-Gruppen sollte man tunlichst verzichten.

Kritisch bleiben, klug anlegen

Weiters gilt es, sich vor Finanzprodukten mit außergewöhnlich hoher Rendite in Acht zu geben. Hier steht dem Investment oftmals ein äußerst hohes Risiko gegenüber, bei dem im schlimmsten Fall das ersparte Geld weg ist. Gleichzeitig sollte man aber auch nicht zu konservativ agieren und das Vermögen auf dem Sparbuch belassen. Die Nullzinsenpolitik sorgt nämlich im Hinblick auf die Inflation dafür, dass das Ersparte im Grunde mit der Zeit immer weniger wird.

Spesen und Gebühren

Bei beliebten Anlageformen wie der privaten Pensionsvorsorge, Lebensversicherung oder Sparbuch sollte man zudem das Thema Gebühren und Spesen nicht außer Acht lassen. Diese führen dazu, dass die versprochenen Erträge ordentlich dahinschmelzen. Auch hier gilt es, vor dem Abschluss einer solchen Anlageform eigenständig zu recherchieren und nicht blind der eigenen Bankberaterin oder Bankberater zu vertrauen.

Unbedingt diversifizieren

Letztlich ist es auch absolut ratsam, nicht alles auf eine Karte zu setzen. Auch wenn die Investition noch so sicher, lukrativ und erfolgversprechend wirkt, sollte man auf Diversifikation setzen. Das heißt, dass die Investitionen “gestreut”, also auf unterschiedliche Anlageformen aufgeteilt werden. Hier gilt es, eine Art Drahtseilakt zwischen der Renditenmaximierung und Risikominimierung zu vollziehen.

 

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