Wie man Gewinne aus Crowdinvesting versteuert

Mit Crowdinvesting ist es einfach möglich, in Immobilien zu investieren. Bei Rendity ist man bereits ab € 500 dabei und kann so eine Rendite von bis zu 7% pro Jahr erzielen. Die auf diese Art erzielten Gewinne müssen jedoch versteuert werden. Nachfolgende Ausführungen geben diesbezüglich einen groben Überblick wie man Crowdinvesting versteuert.

Investoren sind für die Versteuerung von Crowdinvesting selbst verantwortlich

Bei den auf Rendity getätigten Investments handelt es sich um qualifizierte Nachrangdarlehen. Investoren erhalten für die Hingabe der Darlehen Zinsen, die gemäß § 27 Abs. 1 EStG iVm § 27 Abs 2 Z 2 leg cit einkommenssteuerpflichtig sind. Jeder Investor ist dabei selbst dafür verantwortlich, die Zinsen in seine jährliche Steuererklärung aufzunehmen.

🇦🇹 Wie Crowdinvesting in Österreich versteuert werden muss

Die Pflicht zur Aufnahme der Zinsen in die Steuererklärung besteht sowohl für private Investoren als auch für investierende (Kapital-)gesellschaften. Bei Privatinvestoren werden die Zinsen mit dem progressiven Einkommensteuertarif (zwischen 0% und 55%) versteuert, bei investierenden Kapitalgesellschaften unterliegen die Zinsen der Körperschaftsteuer von 25%. Für private Investoren besteht jedoch eine Ausnahme von der Steuererklärungspflicht (und damit von der Versteuerung der Zinsen), sofern in einem Jahr weniger als € 730 an Zinsen vereinnahmt wurden.

Für private Investoren aus Österreich gilt: Wer weniger als € 730 im Jahr an Zinsen vereinnahmt, ist von der Steuererklärungspflicht ausgenommen.

🇩🇪 Wie Crowdinvesting in Deutschland versteuert werden muss

Für deutsche Investorinnen und Investoren sieht die Situation etwas anders aus: Hier gibt es einen Freibetrag von € 801. Darüber hinaus werden die Zinseinkünfte der Abgeltungssteuer von 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5% und eventuell Kirchensteuer unterworfen. Deutsche Investoren müssen die durch Investments bei Rendity erwirtschafteten Zinsen in der jährlichen Steuererklärung angeben – auch wenn ihre Zinsen den Freibetrag nicht übersteigen.

Für private Investoren aus Deutschland gilt: Erst ab einem Betrag von € 801 müssen die Zinseinkünfte versteuert werden.

Zur Veranschaulichung folgen zwei Beispiele für einen österreichischen Investor

🇦🇹 Herr A. erhält € 1.000 an Zinszahlungen im Jahr 2020 und übersteigen so den Freibetrag von € 730 daher um € 270. Der anwendbare Freibetrag wird daher um diese Differenz reduziert, was zur Folge hat, dass lediglich €460 „steuerfrei“ sind. Herr A. muss also € 161 an das österreichische Finanzamt abführen. Ihm verbleibt ein Gewinn von € 839.

🇦🇹 Herr B. hat im Jahr 2020 durch Investments bei Rendity Zinsen von € 2.000 erzielt. Zudem erhält er ein monatliches Gehalt von 3.000 Euro. Die Zinsen unterliegen daher einem Steuersatz von 35%. Herr B. muss also € 700 an das österreichische Finanzamt abführen. Ihm verbleibt ein Gewinn von € 1.300.

Bei einer deutschen Investorin sähe die Besteuerung folgendermaßen aus

🇩🇪 Frau C. hat im Jahr 2020 Zinsen aus Rendity-Investments in Höhe von € 1.000 erzielt, davon wäre nach Abzug des Freibetrags noch € 199 zu versteuern. Ohne Berücksichtigung einer etwaigen Kirchensteuer muss Frau D. rund € 52,5 (26,375% = Abgeltungssteuer + Solidaritätszuschlag) an das Finanzamt abführen. Der Steuersatz ist dabei unabhängig von etwaigen sonstigen Einkünften (z.B. Gehalt) der Investorin. Ihr Gewinn aus dem Rendity-Investment beliefe sich somit gerundet auf € 947,5.

🇩🇪 Frau D. hat im Jahr 2020 Zinsen aus Rendity-Investments in Höhe von € 2.000 erzielt, davon wäre nach Abzug des Freibetrags noch €1.199 zu versteuern. Ohne Berücksichtigung einer etwaigen Kirchensteuer muss Frau D. rund € 316,24 (26,375% = Abgeltungssteuer + Solidaritätszuschlag) an das Finanzamt abführen. Der Steuersatz ist dabei unabhängig von etwaigen sonstigen Einkünften (z.B. Gehalt) der Investorin. Ihr Gewinn aus dem Rendity-Investment beliefe sich somit gerundet auf € 1.683,76.

Der Beitrag Wie man Gewinne aus Crowdinvesting versteuert erschien zuerst auf Rendity Blog.

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